Breadcrumb-Navigation – Orientierung auf einen Blick

Was ist eine Breadcrumb-Navigation?

Die Breadcrumb-Navigation – auch Brotkrumennavigation genannt – zeigt Nutzerinnen und Nutzern, wo sie sich innerhalb der Struktur einer Website befinden. Sie stellt den Navigationspfad hierarchisch dar, meist oberhalb des Inhalts, z. B.:

Startseite › Produkte › Software › Barrierefreiheits-Tools

Sie ermöglicht eine schnelle Rückkehr zu vorherigen Ebenen und verbessert die Übersicht, besonders bei tief gegliederten Inhalten oder komplexen Menüs.


Warum ist eine Breadcrumb-Navigation wichtig?

Gerade bei umfangreichen Websites hilft die Breadcrumb-Navigation, den Standort zu erkennen und sich leicht rückwärts zu bewegen. Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen, ältere Nutzer:innen oder Personen, die sich schnell verlieren, ist sie eine wertvolle Orientierungshilfe.

Für Menschen mit Screenreader oder Tastaturbedienung ist jedoch entscheidend, dass die Breadcrumbs korrekt semantisch ausgezeichnet sind und nicht nur visuell dargestellt werden.


Barrierefreie Umsetzung von Breadcrumbs

Eine Breadcrumb-Navigation muss:

  • semantisch als Navigationsbereich ausgezeichnet sein (z. B. mit nav und aria-label)

  • eine logische, lesbare Struktur aufweisen (z. B. durch Listen oder Inline-Elemente)

  • keine redundanten Informationen enthalten

  • den aktuellen Seitenstandort kennzeichnen, z. B. durch das Attribut aria-current="page"


Textbeispiel (kein interaktiver Code)

Eine barrierefreie Breadcrumb-Struktur sollte so aussehen:

  • Ein nav-Element kennzeichnet den Navigationsbereich.

  • Innerhalb befindet sich eine geordnete oder ungeordnete Liste.

  • Der aktuelle Seitenstandort wird z. B. mit aria-current="page" gekennzeichnet.

Beispielstruktur:
Startseite > Produkte > Software > Barrierefreiheits-Tools (aktuelle Seite)


Technische Tipps

  • Verwende echte Links (<a href="...">) für alle Zwischenebenen.

  • Vermeide reine visuelle Trennzeichen (wie Pfeile) ohne semantischen Zusammenhang.

  • Kennzeichne die Breadcrumbs nicht als primäre Navigation – sie sind ergänzend.


Vorteile der Breadcrumb-Navigation

  • verbessert die Usability bei großen Websites

  • sorgt für eine bessere Orientierung

  • unterstützt kognitive Zugänglichkeit

  • stärkt die Informationsarchitektur

  • hilft auch Suchmaschinen, die Seitenstruktur besser zu verstehen (SEO)

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Was bedeutet das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für Unternehmen?

Einleitung
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet ab dem 28. Juni 2025 erstmals auch private Unternehmen, ihre digitalen Produkte und Dienstleistungen barrierefrei zu gestalten. Zu den betroffenen Angeboten zählen Websites, Web‑Apps, mobile Anwendungen, elektronische Dokumente, Selbstbedienungsterminals und Online‑Geschäftsprozesse. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen, älteren Nutzern und allen weiteren Zielgruppen gleichberechtigten Zugriff zu ermöglichen und Diskriminierung abzubauen.

Anwendungsbereich & Ausnahmen
Betroffen sind alle neu bereitgestellten digitalen Angebote, während Bestandslösungen bis zum 27. Juni 2030 weiterbetrieben werden dürfen, sofern sie nicht wesentlich geändert werden. Kleinstunternehmen mit unter zehn Mitarbeitenden und bis zu 2 Mio. EUR Jahresumsatz sind für bestimmte digitale Dienstleistungen bis 2030 befreit, nicht jedoch für physische Produkte oder Dokumente.

Übersichtspflicht („Accessibility Statement“)
Unternehmen müssen eine öffentlich zugängliche Barrierefreiheitserklärung veröffentlichen. Diese umfasst den aktuellen Umsetzungsstand barrierefreier Funktionen, bekannte Barrieren, Maßnahmen und Zeitpläne zur Behebung sowie Kontaktmöglichkeiten für Nutzerfeedback.

Fristen & Risiken
Bis zum Stichtag müssen alle neuen Angebote vollständig barrierefrei sein. Bei Nichteinhaltung drohen Bußgelder bis 100 000 EUR, Marktüberwachungsmaßnahmen, Abmahnungen, Schadensersatzansprüche und erheblicher Reputationsverlust.

Empfohlene Vorgehensweise

Audit & Bestandsaufnahme: Systematische Prüfung aller digitalen Assets.

Priorisierung & Maßnahmenplan: Klassifizierung nach Schwere und Aufwand.

Umsetzung & Testing: Technische Anpassungen nach WCAG und EN 301 549, automatisierte und manuelle Tests.

Veröffentlichung & Monitoring: Accessibility‑Statement live schalten, kontinuierliches Monitoring und regelmäßige Updates.

IFDB-Unterstützung
Das IFDB begleitet Unternehmen mit strategischer Beratung, zertifizierten Audits, Managed Monitoring, Workshops und Tool‑Kits, um eine 100 % gesetzeskonforme und inklusive Umsetzung sicherzustellen.

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Automatisiertes Barrierefreiheits-Testing mit axe, WAVE & Lighthouse

Automatisiertes Barrierefreiheits-Testing mit axe, WAVE und Lighthouse bringt Accessibility-Prüfungen direkt in euren Dev-Prozess: Von der lokalen Code-Extension über Pre-Commit-Hooks bis zur CI/CD-Pipeline sorgen diese Tools für schnelle, skalierbare Audits nach WCAG-Standards. axe glänzt mit tiefgehenden Regelsets für semantisches HTML und ARIA, WAVE liefert visuelles Feedback auf der Seite, und Lighthouse bietet zusätzlich Performance- und SEO-Checks. Durch frühzeitige Fehlererkennung in Pull-Requests und nächtliche Full-Site-Scans lassen sich Regressionen vermeiden und alle Releases revisionssicher dokumentieren.

Für reibungslose Abläufe empfiehlt es sich, automatische Builds bei kritischen Violations abbrechen zu lassen, Tickets via Bot zu erzeugen und KPI-gedriebene Dashboards zu pflegen. das IFDB – Institut für digitale Barrierefreiheit unterstützt euch dabei mit zertifizierten Audits, maßgeschneiderten Schulungen und Managed Monitoring, damit eure Produkte dauerhaft 100 % gesetzeskonform und inklusiv bleiben.

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Damit alle Nutzer per Tastatur klar erkennen, welches Element gerade aktiv ist, solltest du für Links und Buttons deutliche Fokusrahmen definieren – zum Beispiel einen 3 Pixel breiten, kontrastreichen Rand mit ausreichend Abstand zum umgebenden Inhalt. Achte darauf, dass dieser Rahmen stets gut sichtbar bleibt und nicht zu dünn oder farblich zu unauffällig ausfällt.

Für aufklappbare Untermenüs sind ARIA-Attribute unverzichtbar: Mit aria-expanded signalisierst du, ob das Submenü geöffnet ist, und über aria-controls verknüpfst du den auslösenden Button mit dem entsprechenden Menü. Zusätzlich zeigt aria-haspopup an, dass eine weitere Ebene folgt. So verstehen Screenreader zuverlässig, wann Nutzer auf ein Dropdown stoßen und in welchem Zustand es sich befindet.

Auch die mobile Navigation lässt sich barrierefrei umsetzen: Ein einfacher Hamburger-Button trägt aria-expanded=“false“ und aria-controls=“mobile-menu“ und toggelt beim Klick das versteckte

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Mit der IFDB haben Sie einen starken Partner an Ihrer Seite, wenn es um die Barrierefreiheit digitaler Angebote geht.

Wir stehen Ihnen gerne für alle Fragen zur Verfügung – auch telefonisch.

Vorteile der Access Ready Zertifizierung nach EU 2019/882:

Was sind die nächsten Schritte?

1

Wir prüfen Ihr digitales Angebot auf digitale Barrierefreiheit.

2

Terminvereinbarung für kostenfreie & unverbdindliche Erstberatung.

3

Zertifizierung des digitalen Auftritts. Gesetzeskonsform & barrierefrei

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